Eigenschaften und Einsatzgebiete von Kabelbindern

Kabelbinder wurden zunächst – wie der Name bereits verrät – zur Bündelung von Kabeln eingesetzt. Bevor es sie gab, wurde hierfür Draht oder Wachsband verwendet. Das Patent für die Kabelbinder wurde bereits 1954 eingereicht, seit 1968 werden die Kabelbinder aus Polyamid gefertigt.

Neben dem ursprünglichen Einsatzgebiet, nämlich der Bündelung von Kabeln und Kabelbäumen, haben sich viele weitere Anwendungen entwickelt. Dies ist insbesondere auch aufgrund der Materialeigenschaften des hochwertigen Wertstoffs PA6.6 möglich.

Das Polyamid zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Stabilität
  • Formbeständigkeit auch bei hohen Temperaturen
  • Selbstverlöschend
  • Beständigkeit gegen Alkalien, Öle, Schmierfette und Chloratlösungsmittel

Neben Polyamid wird für besondere Anforderungen Polyurethan zu Herstellung von Kabelbindern verwendet, die sehr flexibel sind (Softy-Flexbinder). Zusätzlich zu der Formbeständigkeit und Abriebfestigkeit zeichnen sich diese Modelle zusätzlich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Hohe Elastizität (bis 400 % Dehnung)
  • Einsetztemperatur zwischen -40-85° C
  • UV- und Witterungsbeständigkeit
  • Hohe Reißfestigkeit
  • Elektrisch isolierend
  • Schwer entflammbar

Je nach Bedingungen im Einsatzbereich sind andere Kabelbinder empfehlenswert. Neben der klassischen Anwendung werden sie für jede Art von kurz- bis langfristiger Befestigung verwendet. Ob in der Schifffahrt oder zum Befestigen von Wahlplakaten, in der Lebensmittelproduktion oder als Verschluss. Es gibt für jedes Einsatzgebiet spezielle Kabelbinder. Die detektierbare Variante wird in den Bereichen eingesetzt, in denen keine Rückstände übrig bleiben dürfen. Edelstahlkabelbinder zeichnen sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit und Zugkraft aus und werden beispielsweise dort eingesetzt, wo die Luftfeuchtigkeit verhältnismäßig hoch ist.

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